Mi
23
Jun
2010
"Doing good things with great music": Hilfswerke sollen zukünftig von jedem Musik-Download von der Webseite fairsharemusic.com profitieren. Die Betreiber der Webseite versprechen, mindestens die Hälfte des Erlöses jedes Downloads an Non-Profit-Organisationen zu spenden, darunter British Red Cross, British Heart Foundation und Oxfam.
fairsharemusic ist das Kind von Lee Cannon und Jonny Woolf, welche in hochkarätigen Charity-Projekten wie Live Aid oder Amnesty's Secret Policemans Ball mitwirkten.
Di
06
Okt
2009
Antworten und Anregungen von Adrian Beney aus seinem Artikel im PF (Professional Fundraising):
Im Juni berichtete PF (Professional Fundraising) exklusiv über das Ergebnis der neuen Untersuchung zu den verschiedenen Fundraising Methoden. Fundraising bei Gross-Spendern und Stiftungen ist, nicht überraschend, am profitabelsten. Zeitschriftenwerbung und Directmail hingegen sind am wenigsten rentabel. Daraus abzuleiten, dass sich alle in Zukunft vor allem auf Gross-Spender (GS) und Stiftungen konzentrieren sollten, sei laut Adrian Beney, Direktor von Iain More Associates Ltd jedoch naiv. Die Anzahl GS sei beschränkt, deren Spenden-Kapazität sowie Neigung zum Geben sei ebenso schwierig einzuschätzen wie auch potenzielle Gross-Spender überhaupt zu finden.
Wer ist nun der zukünftige Gross-Spender einer Organisation: ein potenzieller GS aus der „Rich List" oder ein bestehender Spender, der seit 5 Jahren monatlich £10 spendet? Beney schreibt, dass wohltätige Organisationen oft auf einer Fülle von Spender-Informationen sitzen und diese nicht nutzen (können). Zumal bekannt ist, dass eine Spende die primäre Indikation für die Neigung zu weiteren Spenden ist. Somit seien nicht Listen gefragt sondern konsistente Informationen und die umsichtige Nutzung derselben.
Ab welchem Betrag wird ein Spender zum sog. Gross-Spender?
Beney meint, dies sei eine Ressourcen-Frage und keine Fundraising-Frage. Denn wenn eine Organisation über genügend potenzielle Gross-Spender verfüge, dann sei die eigentliche Frage: verfügt die
Organisation über genügend GS-Fundraiser?
Wie stark sollen Public Fundraising und GS-Fundraising zusammenarbeiten?
Directmail und viele andere der so genannten „ineffizienteren" Methoden des Fundraising sind wichtig für den Erfolg eines GS-Programms („lifeblood" - Herzblut). In vielen Organisationen jedoch
arbeiten die Teams vom Public-Fundraising und GS-Fundraising nicht zusammen. Im Gegenteil, Listen von Spendern und potenziellen Spendern werden geheim gehalten. Beney hat in seiner Firma die Regel
aufgestellt, dass Fundraiser potenzielle Spender im GS-Bereich innerhalb von 3 Monaten kontaktieren (besuchen) müssen, ansonsten bleibt der Kontakt in der Liste der Spender, die
weiter über Directmail (DM) informiert werden. Einige argumentieren, dass regelmässige Spender nicht mehr ins DM-Programm gehören; ein Monatsspender könnte beim Besuch des GS-Fundraisers auf sein
bestehendes regelmässiges Spendenengagement hinweisen und nicht bereit sein, mehr zu tun. Es sei jeodch nicht wahrscheinlich, schreibt Beney, dass ein Spender der monatlich 10 £ gebe, sich von einer
Spende von 10'000 £ abhalten lässt. Zudem kann der GS-Fundraiser dank den bestehenden DM-Kontakten an eine bereits bestehende Beziehung anknüpfen.
Directmails mögen wohl, isoliert betrachtet, nicht so rentabel sein wie andere Instrumente. Als Treibhaus und "lifeblood" (auch) für Großspender, müssen DM-Programme in einem neuen Licht gesehen werden.
Do
17
Sep
2009
Länderstudie zum Nonprofit Sektor Schweiz / März 2009 vom „Johns Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project (CNP)"
Das Johns Hopkins Nonprofit Comparative Project (CNP) ist das wichtigste internationale Forschungsprojekt, das sich mit Grösse, Finanzierung, Form und Rolle des Nonprofit Sektors in der Gesellschaft
weltweit befasst. Die Studie ist in Englisch verfasst.
Defining the Nonprofit Sector: Switzerland
Bernd Helmig, Christoph Bärlocher and Georg von Schnurbein
2009 / CNP-WP-46
"Justifies defining Switzerland's Third Sector as an institution, despite its heterogeneous nature. Uses a conceptual and historical analysis to define the sector and place it in the context of its
relationship with Swiss society and politics and their respective influences. Once defined in the Swiss context, compares and assesses the extent to which the Swiss Third Sector conforms to the
internationally accepted structural-operational definition. "
Siehe auch Verbandsmanagement Institut (VMI) Fribourg
Nonprofit Law in Switzerland
Dominique Jakob, Roman Huber and Katharina Rauber
2009 / CNP-WP-47
"Looks into the legal requirements and forms that shape the Swiss nonprofit sector. Emphasizes specifically the legal issues surrounding foundations, religious organizations, and donations. Further
addresses taxation and liability concerns, as well as accounting, auditing, and reporting requirements."
Sa
30
Mai
2009
Über Entwicklungen, Trends, Möglichkeiten und Potenzial wird oft heiss diskutiert und viel geschrieben. Wie erstelle ich eine Strategie für das Fundraising im Internet? Was sind Community
Fundraising oder Personal Pages und wie geht das? Was bringt mir die Integration aller Kommunikationskanäle und auf was muss ich Acht geben?
Viel Brainfood bot dazu die erste IFC Fundraising Online eConference vom Mai 09. Interessierte aus 45 Ländern haben teilgenommen, darunter auch einige aus der Schweiz.
Im Internet sind ein paar Müsterli zu finden:
- Using the Internet to connect with major donors: http://www.malwarwick.com/learning-resources/e-newsletters/june-2009.html#utitcwmd
- "Social Trysumers and the hidden gate in the pyramid" How to make the most of technology in fundraising / pdf: http://www.afpnet.org/content_documents/Social_Trysumers.pdf
Wer interessiert ist, was sich tut im Bereich Fundraising + Web 2.0. kann sich die aufgezeichneten Workshops und Panels anhören (Kosten 99 $, in Englisch)
-> http://www.resource-alliance.org/ifconline. Es lohnt sich!
Mo
09
Feb
2009
- Am 29. Januar 2009 erschien der neuste Bericht des amerikanischen Foundation Centers “A First Look at the Foundation and Corporate Response to the Economic Crisis”. Trotz Verlusten, haben eine wachsende Anzahl von Stiftungen und Unternehmen ihre Bereitschaft ausgedrückt,
außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, um den neuen Herausforderungen der Wirtschaftkrise gerecht zu werden. Es werde jedoch stärker - aber nicht ausschliesslich - auf die lokale und regionale
Auswirkung der Wirtschaftskrise fokussiert werden.
- Die grössten US-Stiftungen planen ihre Vergabungen in 2009 um 10 % zu erhöhen: Führende US-Spender lassen verlauten, dass die Finanzkrise ihre Vergabungspolitik nicht beeinflussen wird, einige
versprachen für 2009 sogar eine Erhöhung der Vergabungen von 10%. Dies obwohl, wie der “Council of Foundations” (eine amerikanische Vereinigung
von mehr als 2100 Vergabestiftungen und Unternehmen) schätzt, einige Stiftungen bis zu 30% ihrer Anlagen mit dem Börseneinbruch verloren haben.
- Auch die Ford- Stiftung verkündete, dass sie ihre Beiträge um 10% erhöhen und die zentralen Programme von Kürzungen schützen werde.
- Die Bill und Melinda Gates-Stiftung plant ebenfalls eine Erhöhung der Vergabungen um 10 % in ausbildungsfördernde
Programme. Bill Gates hütete sich jedoch vor zuviel Optimismus: “ Wenn man Börse, Geschäftsaktivitäten und Budgetdefizite in Betracht zieht, sieht es düster aus.“ Er fügte weiter hinzu: “Strategisch
wichtige Langzeitinteressen [einer Stiftung] gehen auch in einer Finanzkrise nicht verloren.”
- Steven Lawrence, Forschungsleiter des Foundation Centers in New York sagt voraus, dass Beiträge
von Stiftungen sich möglicherweise in kleinerem Mass vermindern werden, als erwartet werden könnte.
- Auch vom gescheiterten Banken-Riese Washington Mutual (WaMu) kommt ein wenig Trost. JP Morgan Chase, welche die Bank im September gekauft hat, hat sich dazu bereit erklärt, das Spendenniveau von
2008 von WaMu auch in 2009 beizubehalten.Vorerst jedenfalls.